Cannabis-Konsumgesetz

Neue Rechtslage, Chancen und Risiken

Mit dem Inkrafttreten des Cannabis-Konsumgesetzes (KCanG) hat der Gesetzgeber die Rechtslage in Deutschland grundlegend verändert. Der Besitz und Konsum von Cannabis ist seit 2024 unter bestimmten Voraussetzungen straffrei. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Fallkonstellationen weiterhin strafbar. Wer die Details nicht kennt, riskiert trotz Legalisierung ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelrecht beziehungsweise nach den neuen Vorschriften des KCanG.

Das Cannabis-Konsumgesetz Deutschland verfolgt das Ziel, den Schwarzmarkt einzudämmen, den Jugendschutz zu stärken und Konsumenten zu entkriminalisieren. Anders als häufig angenommen, bedeutet die Reform jedoch keine vollständige Freigabe. Vielmehr handelt es sich um eine streng regulierte Teillegalisierung mit klar definierten Grenzen.

Was ist nach dem Cannabis-Konsumgesetz erlaubt?

Volljährige Personen dürfen eine bestimmte Menge Cannabis zum Eigenkonsum besitzen. Zudem ist der private Eigenanbau in begrenztem Umfang zulässig. Darüber hinaus sieht das Gesetz sogenannte Anbauvereinigungen vor, über die Mitglieder Cannabis gemeinschaftlich anbauen und beziehen dürfen.

Nicht erlaubt bleibt insbesondere:

  • Besitz oberhalb der gesetzlichen Höchstmengen
  • Weitergabe an Minderjährige
  • Handel außerhalb der gesetzlichen Regelungen
  • Konsum in bestimmten Schutzbereichen (z. B. in der Nähe von Schulen)

Wer gegen diese Vorgaben verstößt, macht sich weiterhin strafbar. Die Vorschriften sind komplex, insbesondere bei der Frage, welche Menge im Einzelfall noch als erlaubt gilt und wann ein Anfangsverdacht wegen illegalen Handels besteht.

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Verhältnis zum Betäubungsmittelgesetz (BtMG)

Pflanze - Drogenstrafrecht und Betäubungsmittel- Strafrecht für München und Bayern

Mit Einführung des Cannabis-Konsumgesetzes wurde Cannabis teilweise aus dem Anwendungsbereich des Betäubungsmittelgesetz herausgelöst. Für andere Substanzen gilt das BtMG jedoch unverändert fort. Auch bei Cannabis greifen weiterhin strafrechtliche Regelungen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen nicht eingehalten werden.

Gerade bei größeren Mengen, bei Einfuhr aus dem Ausland oder beim gewerbsmäßigen Vertrieb drohen empfindliche Freiheitsstrafen. Die Strafrahmen können sich erheblich unterscheiden, abhängig von Menge, Vorsatz, Vorstrafen und konkreter Tatgestaltung.

Lexikon
Substanzen & Umgangssprache

Das Lexikon erläutert gängige Drogenbezeichnungen, Straßennamen und die jeweiligen Wirkstoffe. Zudem wird die rechtliche Einordnung nach dem BtMG dargestellt, um Begriffe aus Ermittlungsverfahren zutreffend zu verstehen.

Polizei-Knigge
Verhalten gegenüber der Polizei

Polizeiliche Maßnahmen erfolgen häufig überraschend. In dieser Situation besteht die Gefahr, sich unbedacht selbst zu belasten. Unüberlegte Aussagen oder freiwillige Mitwirkungen an Tests und Maßnahmen können die Verteidigung in BtM-Verfahren erheblich beeinträchtigen.

Cannabis und Straßenverkehr

Ein besonders sensibler Bereich bleibt der Straßenverkehr. Auch nach der Reform gilt: Wer unter dem Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug führt, muss mit straf- oder bußgeldrechtlichen Konsequenzen rechnen. Neben Geldstrafen drohen Punkte in Flensburg sowie der Entzug der Fahrerlaubnis.

Die Grenzwerte und die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit sind regelmäßig Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Bereits geringe THC-Werte im Blut können erhebliche Folgen haben. In vielen Fällen wird zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet.

Hausdurchsuchung und Ermittlungsverfahren

Trotz Legalisierung kommt es weiterhin zu polizeilichen Maßnahmen wie Wohnungsdurchsuchungen oder Beschlagnahmen. Ein Anfangsverdacht kann sich etwa aus anonymen Hinweisen, Postsendungen oder Online-Bestellungen ergeben. Auch Social-Media-Aktivitäten werden teilweise ausgewertet.

Betroffene sollten in solchen Situationen von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen und keine vorschnellen Angaben zur Sache machen. Selbst vermeintlich entlastende Aussagen können später gegen sie verwendet werden. Die genaue Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Hausdurchsuchung oder Sicherstellung ist häufig entscheidend für den weiteren Verlauf des Verfahrens.

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Sabrina Philipps
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